Europäisches Damwild ...

Merkmale + Historie:

Das Damwild ist kleiner als das Rotwild. Von diesem unterscheidet sich das Damwild durch die kürzeren und weniger starken Läufe, den kürzeren Hals, die kürzeren Ohren, den längeren Wedel, die Färbung sowie durch die zweisprossigen Geweihstangen, welche sich oben zu einer verlängerten Schaufel mit Randsprossen erweitern. Im Sommer sind Oberseite, Schenkel und Schwanzspitze braunrötlich, Unterseite und Innenseite der Läufe dagegen weiß. Im Winter herrschen auf der Oberseite graue und schwärzliche Farbtöne vor. An Schnelligkeit, Sprungkraft und Gewandtheit steht das Damwild dem Rothirsch kaum nach; in der Art der Bewegung aber unterscheiden sich beide: denn das Damwild hebt im Traben die Läufe höher, springt auf allen vier Läufen zugleich und trägt den Wedel dabei erhoben.

Die Ursprünge des Damwilds liegen im Gebiet des heutigen Irak und waren während der letzten Eiszeit auf den Mittelmeerraum beschränkt. Neu eingebürgert lebt es heute in ganz Europa.

Natürlicher Lebensraum

Damwild bevorzugt einen Lebensraum gemischt aus Wald- Wiesen- und Landwirtschaftsflächen. Berühmt sind die Vorkommen in englischen Parks.

Nahrung

Damwild ernährt sich vor allem von Gräsern, Kräutern, Blättern, Knollen und Wurzeln, gelegentlich schält es auch die Rinde von Ahorn- und Eschenstämmen.

Fortpflanzung

Die Brunftzeit beim Damwild beginnt Mitte Oktober (Höhepunkt gegen Ende Oktober) und endet Mitte November. Nach 33 Wochen Tragzeit werden meist im Juni ein bis zwei Kälber geboren.

Interessantes + Wissenswertes

Das Sehvermögen des Damwilds gilt als das beste unter den heimischen Schalenwildarten.

Der Wildpark Hundshaupten ist eine Einrichtung des Landkreises Forchheim